Bei Tonaufnahmen im Aussenbereich kann es schnell zu Windrauschen kommen, Profis verwenden hier einen Windkorb um Richtmikrofone davor zu schützen. Windkorbsysteme können aber schnell das gleiche kosten, wie ein gutes Mikrofon; Selber bauen spart hier eine Menge Geld und steht dem „Original“ in fast nichts nach!

ilovechaos Montierter Halter mit Bezügen
Montierter Halter mit Bezügen

Für mein Richtmikro habe ich mir einen Windkorb in wenigen Stunden selbst gebaut und folgende Materialien verwendet:

Dazu kamen noch einige Dinge, die ich schon hatte:

Verwendete Werkzeuge

Stichsäge, Feilen, Sandpapier, Bohrer, Akkuschrauber, Nietzange, Kerze, Schere, Klebeband, Nähmaschine, Wasserfester Filzstift, Cuttermesser, Säge, Dremel, Drucker

Schablone

Für das Rohr habe ich eine Schablone erstellt, ausgedruckt und auf das Rohr übertragen. Diese Felder werden später ausgesägt. Die Schablone könnt ihr HIER als PDF herunterladen. Achtet beim ausdrucken darauf, dass ihr nichts verkleinert. Entweder ihr lasst das Blatt beim Copyshop in Originalgröße drucken, oder ihr wählt „Posterdruck“ auf eurem Drucker aus, so wird das Motiv auf mehrere Blätter aufgeteilt, die ihr dann zusammenkleben könnt.

ilovechaos Schablone Mikrohalter

ilovechaos Schablone Mikrohalter

Bohren/Sägen

Nachdem ich die Schablone auf das Rohr übertragen hatte, habe ich die Ecklöcher vorgebohrt und  dann die Verbindungen mit der Stichsäge ausgesägt. Den Rohrflansch aber ich abgenommen und für später zur Seite gelegt. Die Sägekanten habe ich mit einer Flachfeile verfeinert und danach abgeschmirgelt. Die Aufnahmen für Die Haargummis waren etwas schwerer: Mit dem Dremel liess es sich einigermaßen gut arbeiten, aber das Material schmilzt bei hohen Umdrehungszahlen recht schnell, was die Löcher dann direkt wieder verklebt.
Aus dem Rohrflansch habe ich mir einen Ring herausgeschnitten, der das Metallnetz für die Endkappe hält. Der ganze Korb wird mit dem Metallnetz überzogen und mit Gewebetape gesichert.

Neiger befestigen

Der Mikrofonhalter mit Neiger soll den Korb tragen, muss dafür aber noch bearbeitet werden. Mit einer Kerze lässen sich die beiden Halbrundschalen gut erhitzen, damit sie sich aufbiegen lassen. Ich habe sie so weit aufgebogen, bis sie das große Rohr gut umfassen. Mit 4 Nieten habe ich die Aufnahme an dem Korb befestigt. Eventuell sind Schrauben hier die bessere Wahl, wenn es um Lastverteilung und dauerhaften Halt geht ;)

Fertig

Zum Schluss habe ich aus Fleece und Kunstfell jeweils einen Bezug mit Reissverschluss genäht. Der Kunstpelz fusselt zwar wie die Hölle, aber wenn er vernäht ist, gibt sich das! Mit den beiden Bezügen ist man für leichten und starken Wind gerüstet und Sie verdecken zusätzlich den zugegebenermaßen nicht 100%ig professionellen Unterbau! Das Mikro wird einfach in die Haargummiaufnahme eingefädelt und „schwebt“ dann in der Mitte des Korbes schwingungsgedämpft.

 

Wie bei allen Anleitungen gilt: Nachbau auf eigene Gefahr ;)

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06|05|2014

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